Mittwoch, 6. Oktober 2010

Rätselhafte Dinge

Heute wird zunächst wenig verraten. 3 Besonderheiten entdecken wir in Phonsavan, einer Kleinstadt im Nordosten von Laos, zu der wir in einer 8-stündigen Busfahrt über Bergkämme hinweg gekommen sind. Ihr dürft nun raten, was die folgenden 3 Bilder darstellen.
Bild 1

Bild 2
Bild 3

Erraten? Die Auflösungen findest du weiter unten.










Bild 1 sind die Kokons von Seidenraupen.
Beim Besuch einer Seidenraupenfarm können wir die Stadien der Seidenproduktion verfolgen. Hier werden die Seidenraupen über ein Monat täglich mit Blättern des Maulbeerbaumes gefüttert.



In gitterförmigen Holzrastern spinnen sie sich dann innerhalb eines Tages ein. Dieses Puppenstadium zeigt das obere Rätselbild.





Bevor daraus innerhalb einer Woche eine Motte schlüpft, werden die Kokons gekocht und daraus durch Frauenhand der Seidenfaden gedreht. 100 Kokons für einen Faden von ca. 250 m Länge.






Unsere Farm produziert alles auf organischem Weg und erzeugt daher auch die Farben aus Blüten, Blättern, Früchte und Wurzeln.







Eine grüne Färbepflanze ergibt mit kaltem Wasser INDIGO, mit kochendem Wasser MAGENTA. Tagetis färben GELB, und eine stachelige Frucht ergibt ROT.








Wir besuchen auch die Weberei, in der Frauen auf 20 Webstühlen kunstvolle Muster gestalten.









Ich erstehe einen blauen Seidenschal und habe sichtlich Freude damit.










Bild Nummer 2 zeigt eine aufgeschnittene kleine Bombe, wie sie in Phonsavan an vielen Orten als mahnende Dekoration verwendet werden. Hier liegen größere Exemplare vor dem Tourismusbüro.







Sie erinnern an den grauenvollen Krieg 1964- 1973 mit dem Laos auf geheime Weise in den Vietnamkrieg hineingezogen worden war. Im Süden wurde von den Amerikanern der Ho Chi Minh - Pfad, im Norden die Verstecke der Patet Lao bombardiert.










Heute noch liegen noch massenhaft UXOs (Unexploded Ordnance) in Nordlaos und werden in mühsamer Kleinarbeit von der MAG (Mines Advisery Group) geortet und geborgen. So werden entminte Pfade mit diesen rotweißen Zeichen markiert.










Auch zahlreiche Bombenkrater zeugen von dieser grausamen Zeit.













Zeitgeschichte und Prähistorie liegen hier eng beisammen. Bild 3 zeigt einige der Steinkrüge, mit denen das Minengebiet ebenso uebersät ist. Doch die Steinkrüge stammen wahrscheinlich aus der Zeit zwischen 500BC und 500AD.












Die Ebene der Steinkrüge ist eine riesige Fläche, wovon wir jedoch nur Site 1 mit 300 Krügen besichtigen. Der größte misst 3 x 2,5m. Die Forschung darüber ist sehr dürftig, doch wahrscheinlich handelt es sich um Urnengräber einer frühen Megalithkultur.


































1 Kommentar:

  1. Bilderrätsel wie in der Schule... Vermisst ihr sie schon? Liebe Grüße von den GW Freunden - beim Seminar werden wir alle euren Blog lesen! Macht weiter so, eure Reise ist total spannend.

    AntwortenLöschen