Montag, 20. Dezember 2010

Rocktour


Von Alice Springs aus sind es noch 400 km zum Uluru ( Ayers Rock). So buchen wir eine 3 tägige Campingtour, welche eine Wanderung durch den Kings Canyon, einen Walk durchs Valley of the Winds in den Olgas und die Umrundung des Uluru beinhaltet.


Wir sind 17 Teilnehmer vor allem aus Europa zwischen 19 und 65. (Sogar ältere als wir sind dabei! )

Geschlafen wird unter freiem Himmel in den speziellen australischen Schlafsäcken, den Swags.
Die erste Nacht verbringen wir auf einem Fleckchen einer Cattle Station, die fast so groß ist wie unser Niederösterreich.


Dylon, unser Guide, ist auch Koch und Fahrer.



Zum Frühstück gibt es Cornflakes, Toast und Kaffee.


Abends wird es dann ganz gemütlich am Lagerfeuer und Dylan kocht uns Chili con carne und ein Gemüse-Kartoffel-Gericht.



Die Kings Canyon Tour














Die Kata Tjuta (Olgas) Tour










Die Uluru (Ayers Rock) Tour







































Sonntag, 19. Dezember 2010

Mit dem Ghan ins "grüne" Herz

Am 12. Dezember fahren wir mit dem Ghan, der nur 1 x wöchentlich von Adelaide nach Alice Springs verkehrt. Im Seater ist es viel billiger, und so nehmen wir die 24 Stunden mit Liegesitz in Kauf.


Sehr angenehm ist es in der Lounge, wo man essen, trinken und plaudern kann, während am Zugfenster das Outback vorbeizieht.

Die Landschaft draußen wandelt sich stetig. Wüstenartige Gebiete mit Salzseen wechseln mit savannenartigen Abschnitten ab.


Doch überraschender Weise zeigt sich im Herzen Australiens viel Grün. Die Niederschläge der letzten Tage lassen Gräser sprießen und Büsche blühen.


Sogar der Finkriver fuhrt nach Jahren der Trockenheit wieder einmal Wasser. In Alice Springs fielen heuer bereits 750 mm Niederschlag, während der jährliche Durchschnitt nur

70 mm beträgt.


Auch die Parkanlagen in Alice Springs zeigen sich in sattem Grün.


Alice Springs entwickelte sich aus einer einsamen Telegraphenstation im 19. Jhdt zur zentralen Stadt mit 30 000 Einwohnern.


Im Youth Hostel fühlen wir uns sofort wohl. Es ist sehr sauber und bietet uns eine Selbstversorgerküche, Internet, Telefon, Swimmingpool, Abendkino und entspannte Atmosphäre.


Wir befinden uns ziemlich genau am südlichen Wendekreis, sodass die Sonne zur Mittagsstunde jetzt im Dezember genau im Zenit steht. Die Schattenbilder zeigen dies und machen uns Spaß.


Wienerin trifft Wienerin -

Im Ghan lernen wir Sonja kennen und entdecken mit ihr gemeinsam Interessantes in Alice Springs und genießen die Abendstunden im Pub.


Die Vision des Missionars John Flynn, die Menschen im Outback mit Flugzeugen medizinisch zu versorgen, wurde 1939 in Alice Springs umgesetzt und das Royal Flying Doctors Service Australia gegründet.


Die Sendestation war mit einem Pedalfunkgerät ausgestattet, die einmotorigen offenen Flugmaschinen mussten ohne Landebahnen auskommen.


Heute sind allein in Alice Springs für einen Aktionsbereich von 600 km Radius, 4 Flugzeuge, 10 Piloten und 9 Krankenschwestern im Einsatz. Sie werden nicht nur bei Notfällen gerufen, sondern leisten auch medizinische Grundversorgung wie Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Gesundheitserziehung. 36 000 Menschen, von denen 90 % Aborigines sind, können so medizinisch betreut werden.



Die dünne Besiedlung im inneren Australiens führte auch zu einer Sonderform des Schulwesens. Seit 1951 besteht "School of the Air" = das weltweit größte Klassenzimmer. Es erstreckt sich auf einer Fläche von 1.300 000 Quadratkilometern. Dabei werden ganze 140 Schüler von 5 bis 13 Jahre unterrichtet. Dazu braucht es aber nur 1 Lehrerzimmer für die 10 Lehrer und einen Senderaum.


Die Schüler bekommen vom Staat einen Computer samt Internetanschluss und Kamera zur Verfügung gestellt. Täglich sind sie 1-2 Stunden online im interaktiven Klassenzimmer, wobei nicht nur die Hauptfächer von der Ferne unterrichtet werden, sondern auch Musik, Sport, Basteln und sogar Gitarre. Den größeren Teil des Lernpensums müssen sie jedoch in Selbsttätigkeit erledigen.


Die Aborigines begegnen uns in Alice Springs auf Schritt und Tritt. Aber es ist nicht sehr leicht ihre heutige Lebensweise zu erfassen. Einige scheinen sich dem westlichen Lebensstil ganz angepasst zu haben, andere aber übernachten in Parkanlagen und haben Orientierungsprobleme.


Soziale Projekte, wie das der "Dreamweavers" versuchen den Aborigines ein kleines Einkommen zu ermöglichen.


Indigene Kunstobjekte gibt es in den vielen Galerien zu kaufen, doch ist uns unklar wieviel dabei für die Künstler herausschaut.



















Mittwoch, 15. Dezember 2010

Südliche Nationalparks und der Goldrausch

Im Murramarang Nationalpark können wir einen Rainforestwalk gleich hinter der Küste unternehmen. Die verschiedenen Vogelstimmen haben uns sehr beeindruckt. Doch nicht immer konnten wir den dazugehörigen Vogel erspähen.
Etwas rauen Seegang haben wir bei der Bootsfahrt zur Insel Montague zur Seehund- und Pinguinbeobachtung.

Die Insel hat unzählige Brutplätze für Seevögel. Eine Besichtigung wert ist auch der Leuchtturm aus dem Jahre 1881 , als 3 Leuchtturmwärterfamilien hier lebten und nur einmal monatlich vom Land her versorgt wurden.


Der Otway Nationalpark zieht sich über lange Küstenabschnitte mit Dünen und Wäldern hin.

Bei Ebbe sind auch die Brandungszonen begehbar. Das lassen wir uns nicht entgehen.


Der NP Port Campell hingegen ist für seine markanten Felsformationen an der Steilküste bekannt.



Die bekanntesten davon sind die "Zwölf Apostel",



"The Arch",



"London Bridge", bei der 1994 einer der Bögen einstürzte,



"The Grotto" und die "Bay of Isles".



Der NP Grampians befindet sich weiter landeinwärts und zeigt seine eigenartigen Felsspitzen schon von der Ferne.



Beim Näherkommen entpuppen sich die Felsen als Wollsackverwitterungen. Die NP Ranger gaben ihnen wohlklingende Namen wie hier der Grand Canyon,



und die Silent Street.



Feri übt sich als Obelix.



Der höchste Aussichtspunkt ist der Pinnacle.



Herrlich ist der Ausblick in ein Trogtal auf der einen und in die weite Ebene auf der anderen Seite.




Könnt auch ihr die Steinkröte erkennen?



An den flachen Abhängen befinden sich Wälder mit zahlreichen verkohlten Bäumen.



Manche Lookouts muss man erwandern, andere sind ganz einfach mit dem Auto zu erreichen.



Der Mackanziewasserfall



Wegen der starken Regenfälle in den letzten Tagen führt er viel Wasser.



Im "Little Desert NP" passiert uns ein Missgeschick. Beim Einbiegen übersehen wir eine Schlammpassage und stecken fest. Mit Unterlegen von Astwerk, Schieben und Wippen gelingt es uns nach ca, 1 Stunde wieder festen Boden unter den Rädern zu bekommen.



Spannend ist auch der Besuch der seit 1912 stillgelegten Goldmine in Walhalla. In seiner Blütezeit wurde hier bis zu einer Tiefe von 1000m 14.000 Tonnen Gold geschürft.



Leider finden wir nichteinmal so ein kleines Stückchen.



Bei einer Führung nur für uns zwei erfahren viel über die beschwerlichen Abbaumethoden. Zu Beginn wurde mit Handmeißel und Hammer mühsam das Gestein herausgeschlagen.
Aus einer Tonne Gestein erhielt man lediglich 5 Gramm Gold.



Da haben Besucher im 21. Jahrhundert hingegen gut lachen.