Samstag, 25. Dezember 2010

Kakadu Nationalpark - Natur aus dem Bilderbuch

Drei Tage sind wir mit diesem Tourbus im Kakadu Nationalpark unterwegs.


Geschlafen wird in ganz noblen Zelten mit 2 Betten.

Auch das Dinner wird in einem fixen Zelt gekocht und serviert.

Im 20 000 Quadratkilometer großen Nationalpark am tropischen Top End Australiens unternehmen wir mehrere faszinierende Wanderungen zu Wasserfällen, Billabongs und Felszeichnungen.

Jeden Tag zur Mittagsstunde braut sich am Himmel ein Gewitter zusammen.


Der Motorcar Waterfall sprüht.


Am Fuße des Wasserfalls genießen wir das Schwimmen im Naturbecken.


Auch am Florence Waterfall baden wir.


Weit und breit kein Krokodil zu sehen.


Bei den Buley Rockholes genießen wir die Rückenmassage.


Eine der faszinierendsten Landschaften befindet sich am Yellow Water.


In der feuchten Jahreszeit stehen viele Bäume unter Wasser.


Auf einem sicheren Boot durchstreifen wir das Stillgewässer.



Hier raschelt es im Gehölz.


Da taucht er langsam auf - es ist ein männliches Salzwasserkrokodil mit ca. 4 m Länge.


Doch schnell taucht er wieder ab und seine Luftblasen verlieren sich an der Wasseroberfläche.


Wer kommt denn da angeschwommen?


Es ist eine Krokodildame.


Ihr Kopf samt Gebiss schaut eigentlich gar nicht so gefährlich aus.


Aber auch die Pflanzen zeigen sich fantastisch. Wie diese rosa Wasserlilie.



Diese weißen Rosen,


oder auch die blaue Wasserlilie.


Häufig sehen wir diese grazilen Egrets.


Dieser Darter hat gerade einen Fisch verschluckt. Er steckt noch im Hals.


Bei den Chakanas übernimmt das Männchen die Aufgabe des Brütens,


während das Weibchen sich bereits einen neuen Freund sucht, und dies bis zu 6 x im Jahr.



Stolz wachen diese Seeadler über ihr Revier.


Termitenbauten können eine Höhe von bis zu 6 m erreichen. Im Inneren ist ein emsiger Insektenstaat versteckt. Die Bauweise ermöglicht eine relativ konstante Innentemperatur und optimale Durchlüftung.


Diesen winzigen Grasfrosch entdecken wir auf der Klospülung des Campingplatzes. Wie aus Plastik!


Schwarze Fledermäuse schlafen in diesen Ästen.


Black-tailed Rockwallabies sind nur ca. 50 cm groß.


Bereits vor 20.000 Jahren siedelten unter diesem Abri Aborigines. Zeugnis davon sind nicht nur zahlreiche Mahlstellen im Stein sondern auch Malstellen an den Wänden.


In der Anbangbang Galerie sind Kängurus, Krokodile, Menschen auf der Jagd und beim Sex zu bewundern.


Aber die Aborigines illustrierten auch ihre Gesetze, die ja nur mündlich weitergegeben wurden. Der Nabulwinjbulwinj ist ein Geist der Frauen isst,wenn sie Ehebruch begehen.



Freitag, 24. Dezember 2010

Merry Christmas

Der etwas andere Weihnachtsbaum steht genau vor unserem Zimmerfenster in der Jugendherberge in Darwin. Müde, aber voller neuer Eindrücke sind wir heute von unserer Tour in den Kakadu Nationalpark zurück gekommen.








Wir wünschen euch allen einen gemütlichen Weihnachtsabend und angenehme Weihnachtsferien.

M e r r y C h r i s t m a s

Montag, 20. Dezember 2010

Rocktour


Von Alice Springs aus sind es noch 400 km zum Uluru ( Ayers Rock). So buchen wir eine 3 tägige Campingtour, welche eine Wanderung durch den Kings Canyon, einen Walk durchs Valley of the Winds in den Olgas und die Umrundung des Uluru beinhaltet.


Wir sind 17 Teilnehmer vor allem aus Europa zwischen 19 und 65. (Sogar ältere als wir sind dabei! )

Geschlafen wird unter freiem Himmel in den speziellen australischen Schlafsäcken, den Swags.
Die erste Nacht verbringen wir auf einem Fleckchen einer Cattle Station, die fast so groß ist wie unser Niederösterreich.


Dylon, unser Guide, ist auch Koch und Fahrer.



Zum Frühstück gibt es Cornflakes, Toast und Kaffee.


Abends wird es dann ganz gemütlich am Lagerfeuer und Dylan kocht uns Chili con carne und ein Gemüse-Kartoffel-Gericht.



Die Kings Canyon Tour














Die Kata Tjuta (Olgas) Tour










Die Uluru (Ayers Rock) Tour







































Sonntag, 19. Dezember 2010

Mit dem Ghan ins "grüne" Herz

Am 12. Dezember fahren wir mit dem Ghan, der nur 1 x wöchentlich von Adelaide nach Alice Springs verkehrt. Im Seater ist es viel billiger, und so nehmen wir die 24 Stunden mit Liegesitz in Kauf.


Sehr angenehm ist es in der Lounge, wo man essen, trinken und plaudern kann, während am Zugfenster das Outback vorbeizieht.

Die Landschaft draußen wandelt sich stetig. Wüstenartige Gebiete mit Salzseen wechseln mit savannenartigen Abschnitten ab.


Doch überraschender Weise zeigt sich im Herzen Australiens viel Grün. Die Niederschläge der letzten Tage lassen Gräser sprießen und Büsche blühen.


Sogar der Finkriver fuhrt nach Jahren der Trockenheit wieder einmal Wasser. In Alice Springs fielen heuer bereits 750 mm Niederschlag, während der jährliche Durchschnitt nur

70 mm beträgt.


Auch die Parkanlagen in Alice Springs zeigen sich in sattem Grün.


Alice Springs entwickelte sich aus einer einsamen Telegraphenstation im 19. Jhdt zur zentralen Stadt mit 30 000 Einwohnern.


Im Youth Hostel fühlen wir uns sofort wohl. Es ist sehr sauber und bietet uns eine Selbstversorgerküche, Internet, Telefon, Swimmingpool, Abendkino und entspannte Atmosphäre.


Wir befinden uns ziemlich genau am südlichen Wendekreis, sodass die Sonne zur Mittagsstunde jetzt im Dezember genau im Zenit steht. Die Schattenbilder zeigen dies und machen uns Spaß.


Wienerin trifft Wienerin -

Im Ghan lernen wir Sonja kennen und entdecken mit ihr gemeinsam Interessantes in Alice Springs und genießen die Abendstunden im Pub.


Die Vision des Missionars John Flynn, die Menschen im Outback mit Flugzeugen medizinisch zu versorgen, wurde 1939 in Alice Springs umgesetzt und das Royal Flying Doctors Service Australia gegründet.


Die Sendestation war mit einem Pedalfunkgerät ausgestattet, die einmotorigen offenen Flugmaschinen mussten ohne Landebahnen auskommen.


Heute sind allein in Alice Springs für einen Aktionsbereich von 600 km Radius, 4 Flugzeuge, 10 Piloten und 9 Krankenschwestern im Einsatz. Sie werden nicht nur bei Notfällen gerufen, sondern leisten auch medizinische Grundversorgung wie Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Gesundheitserziehung. 36 000 Menschen, von denen 90 % Aborigines sind, können so medizinisch betreut werden.



Die dünne Besiedlung im inneren Australiens führte auch zu einer Sonderform des Schulwesens. Seit 1951 besteht "School of the Air" = das weltweit größte Klassenzimmer. Es erstreckt sich auf einer Fläche von 1.300 000 Quadratkilometern. Dabei werden ganze 140 Schüler von 5 bis 13 Jahre unterrichtet. Dazu braucht es aber nur 1 Lehrerzimmer für die 10 Lehrer und einen Senderaum.


Die Schüler bekommen vom Staat einen Computer samt Internetanschluss und Kamera zur Verfügung gestellt. Täglich sind sie 1-2 Stunden online im interaktiven Klassenzimmer, wobei nicht nur die Hauptfächer von der Ferne unterrichtet werden, sondern auch Musik, Sport, Basteln und sogar Gitarre. Den größeren Teil des Lernpensums müssen sie jedoch in Selbsttätigkeit erledigen.


Die Aborigines begegnen uns in Alice Springs auf Schritt und Tritt. Aber es ist nicht sehr leicht ihre heutige Lebensweise zu erfassen. Einige scheinen sich dem westlichen Lebensstil ganz angepasst zu haben, andere aber übernachten in Parkanlagen und haben Orientierungsprobleme.


Soziale Projekte, wie das der "Dreamweavers" versuchen den Aborigines ein kleines Einkommen zu ermöglichen.


Indigene Kunstobjekte gibt es in den vielen Galerien zu kaufen, doch ist uns unklar wieviel dabei für die Künstler herausschaut.